Zahnprophylaxe

Heutzutage sind schöne, weiße und gesunde Zähne ein Schönheitsmerkmal, für das manche Menschen bereit sind, viel Geld auszugeben. Dabei ist es gar nicht so schwer, selbst etwas für die Zahngesundheit zu tun, das auch gar nicht viel kosten muss. Dazu gehören unter anderem die richtige Ernährung, eine systematische Zahnpflege sowie Zahnprophylaxe durch regelmäßige Kontrolltermine bei seinem Zahnarzt.

Zahngesunde Ernährung

Bei einer zahngesunden Ernährung sollte man darauf achten, dass die Nahrung möglichst wenig Zucker enthält. Wenn man dann noch für eine vollwertige und ausgewogene Ernährung sorgt, ist schon ein sehr großer Schritt zu gesunden Zähnen getan. Eine vollwertige Ernährung zeichnet sich vor allem durch Vollkornprodukte, frisches Obst und Gemüse, möglichst oft auch als Rohkost, viele Milchprodukte, zu denen auch Joghurt oder Käse gehören, regelmäßig Fisch und wenig Fleisch aus. Wenn man dann noch darauf achtet, nicht zu viel Zucker, auch in Form von süßen Brotaufstrichen wie Honig, Marmelade, Nuss-Nougat-Creme oder Rübenkraut, zu sich zu nehmen, ist dies nicht nur für die Zähne sehr gut, sondern sorgt auch sonst für eine gute Figur und steigert die Leistungsfähigkeit und das allgemeine Wohlbefinden des Menschen. Man sollte auch daran denken, dass sich gerade in Erfrischungsgetränken ziemlich viel Zucker befindet, der den Zähnen schadet.

Doch nicht nur der Zucker ist schädlich für die Zähne, sondern auch die in vielen Lebensmitteln enthaltene Zitronensäure. Diese wird heute in zahlreichen Lebensmitteln als Konservierungsstoff eingesetzt und ist besonders für den Zahnschmelz schädlich. Das problematische an Zahnschmelz ist, dass er sich nicht wieder neu bildet. Wenn dieser einmal abgetragen ist, zum Beispiel weil er von Zitronensäure aufgeweicht wurde und man sich kurze Zeit nach dem Verzehr von zitronesäurehaltigen Lebensmitteln die Zähne geputzt hat, bildet er sich nicht wieder neu.

Schon bei Babys und Kleinkindern können die Eltern auf gesunde Ernährung achten, indem sie ihnen keine zuckerhaltigen Tees oder sonstigen gezuckerten Getränke in die Fläschchen füllen. Wenn die Kinder dann etwas größer sind, sollte man ihnen beibringen, höchstens einmal am Tag eine Kleinigkeit zu naschen, und ansonsten auf gesunde Snacks, wie Rohkost, Käsewürfel oder Joghurt mit Müsli, auszuweichen.

Systematische Zahnpflege wichtig

Genauso wichtig wie eine gesunde Ernährung ist für die Zähne natürlich auch die systematische Zahnpflege. Gerade nach einer Mahlzeit bleiben oft Essensreste zwischen den Zähnen hängen und können dazu führen, dass sich vermehrt Bakterien im Mundraum bilden, die dann die Zähne angreifen können und Karies bilden. Daher sollte man schon bei Babys und Kleinkindern damit beginnen, ab dem ersten Milchzahn eine systematische Zahnpflege durchzuführen. So kann schon der allererste Zahn mit einem Wattestäbchen oder mit einem weichen Tuch vorsichtig geputzt werden.

Wenn die Kinder dann schon älter sind und sie schon mehrere Zähne haben, gibt es spezielle Kinderzahnbürsten und Kinderzahnpasten, mit denen den Kleinen das regelmäßige Zähneputzen schmackhaft gemacht werden kann. Dabei sollten die Kinder lernen, dass es wichtig ist, sich die Zähne nach jeder Mahlzeit zu putzen und nach dem Zähneputzen auch nichts mehr zu essen oder zu trinken. Es ist auch die richtige Putztechnik wichtig, um keinen Zahn und keine Kaufläche zu vergessen und das Zahnfleisch nicht zu verletzen.

Neben der passenden, möglichst fluoridierten Zahnpasta und einer guten Zahnbürste, die regelmäßig ausgetauscht werden sollte, ist dann auch noch die Anwendung von Zahnseide sinnvoll, um eventuelle Essensreste aus den Zahnzwischenräumen endgültig zu entfernen. Nach Verwendung der Zahnseide sollte der Mund nochmals ausgespült werden, um alle Essensreste zu entfernen.

Fluoride für gesunde Zähne

Ein weiteres wichtiges Merkmal zur Verhinderung von Karies ist die ausreichende Versorgung mit Fluoriden. Fluoride sind Spurenelemente und die Mineralsalze des Fluors. Unser Körper benötigt Fluoride vor allem zur Knochenbildung und zum Aufbau der Zähne. Natürliche Quellen von Fluoriden sind das Trinkwasser, aber auch Mineralwasser und bestimmte Nahrungsmittel. Wissenschaftliche Studien haben bewiesen, dass durch die regelmäßige Versorgung des Körpers und der Zähne mit Fluoriden das Auftreten von Karies deutlich verringert werden kann.

Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten, dem Körper und den Zähnen Fluoride zuzuführen. Zum einen ist es durch die Nahrung möglich, zum anderen kann man die Zähne von außen mit Fluoriden versorgen. Dabei wirkt das Fluorid, das von außen an den Zahn gebracht wird, besser als das Fluorid, das durch die Nahrung aufgenommen wird. Es ist daher wichtig, für beide Arten der Versorgung mit Fluoriden zu sorgen. Man sollte daher möglichst fluoridiertes Speisesalz verwenden sowie fluoridierte Milch und fluoridiertes Mineralwasser trinken.

Da diese Mengen an Fluoriden aber bei einem erwachsenen Menschen nicht ausreichend sind, um sinnvoll gegen Karies zu schützen, empfehlen sich zusätzlich die Verwendung von fluoridhaltigen Zahnpasten und das Ausspülen des Mundraums mit einer Fluoridlösung. Man kann auch seinen Zahnarzt nach einem Fluoridgelee fragen oder sich direkt beim Zahnarzt die Zähne mit einem Fluoridlack einpinseln lassen. Es gibt auch Fluoridtabletten, allerdings sollte deren Einnahme mit einem Arzt oder Zahnarzt abgesprochen werden. Wenn man nämlich zu viele Fluoridquellen verwendet, kann es auch zu einer Überversorgung des Körpers mit Fluoriden kommen.

Regelmäßiger Gang zur Zahnarztpraxis

Selbstverständlich gehört auch der regelmäßige Besuch bei einem Zahnarzt in einer Zahnarztpraxis zum Pflichtprogramm, um die Gesundheit der Zähne zu erhalten. Dabei zahlen die Krankenkassen pro Jahr zwei Vorsorgeuntersuchungen für jeden Versicherten. Der Zahnarzt überprüft den Zustand der Zähne und erklärt gerne noch einmal die richtige Zahnputztechnik sowie die Anwendung von Zahnseide. Kleine Schäden an den Zähnen können dann auch sofort repariert werden und es muss so nicht zu einer großen und aufwändigen Zahnbehandlung kommen. Bei Kindern sollte man etwa im Alter von drei Jahren damit beginnen, sie regelmäßig mit zur Vorsorgeuntersuchung zu nehmen.

Man kann auch mit dem Zahnarzt eine eventuelle Fluoridbehandlung besprechen, wenn man das Gefühl hat, dass die Versorgung durch die Nahrung nicht ausreichend ist. Meist wird bei einer Prophylaxebehandlung auch Zahnstein mit Ultraschall entfernt. Diese Zahnsteinentfernung ist für jeden Versicherten einmal jährlich ebenfalls kostenlos. Man kann den Zahnarzt aber auch auf eine kostenpflichtige professionelle Zahnreinigung ansprechen. Dabei werden die Zähne durch einen Pulverstrahl-Reiniger von allen harten und weichen Belägen entfernt und anschließend poliert.

Fissurenversiegelung für Kinder und Jugendliche

Bei Kindern und Jugendlichen zwischen sechs und 17 Jahren zahlen die Krankenkassen auch die Versiegelung von so genannten Fissuren der ersten und zweiten bleibenden Backenzähne. Fissuren sind kleine Höcker und Gruben, die sich auf der Kauoberfläche der Backenzähne befinden. Dies kommt daher, dass die Zähne von jüngeren Menschen noch nicht so abgenutzt sind. In diesen Fissuren können sich Essensreste festsetzen, die man mit der Zahnbürste nur schwer wieder entfernen kann. Der Zahnarzt kann diese Fissuren versiegeln, um so die Entstehung von Karies zu verhindern. Eine Fissurenversiegelung hält etwa so lange wie eine herkömmliche Zahnfüllung und kann bei Bedarf auch repariert werden.

 
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