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Zahnprophylaxe beim Kind
Die Vorbeugung von Zahnproblemen und Zahnerkrankungen bei Kindern ist von großer Bedeutung. Die prophylaktischen Maßnahmen, die speziell Kinder betreffen, reichen vom richtigen Verhalten der Mutter in der Schwangerschaft über Maßnahmen im Säuglingsalter bis hin zu erzieherischen Richtlinien zahngesunder Ernährung sowie sinnvoller Mundhygiene.
Schwangerschaft
Die Prophylaxe von Zahnproblemen beim Kind fängt schon während der Schwangerschaft der Mutter an, da in dieser Zeit die Zahnbildung beim Kind stattfindet. Dabei beginnt ab der sechsten Schwangerschaftswoche die Bildung der Zahnanlagen, vom dritten bis zum vierten Schwangerschaftsmonat werden Mineralsalze in die Zähne des noch ungeborenen Kinds eingelagert. Die dafür benötigten Nährstoffe muss die Mutter durch richtige Ernährung aufnehmen.
Folgende Stoffe sind wichtig für den Aufbau der Zähne:
- Kalzium
- Phosphor
- Eisen
- Vitamine
- Spurenelemente, vor allem Fluoride
- Eiweiße
Sie sind in folgenden Nahrungsmitteln enthalten:
- Milch und Milchprodukte (Joghurt, Käse, Quark, Sauermilch)
- Getreideprodukte (Vollkornbrot, Schwarz- und Graubrot, Knäckebrot, Hafer- und andere Getreideflocken)
- Gemüse
- Obst
- Salat
- Kräuter
- Fisch
Bei der Zusammenstellung des Speiseplans kommt es auf eine ausgewogene Auswahl der Lebensmittel an, um eine vollwertige Versorgung mit den wichtigen Nährstoffen zu sichern.
Säuglingsalter
Mit dem ersten Atemzug nimmt auch die Besiedlung der Mundhöhle des Neugeborenen mit Bakterien ihren Anfang. Bis zum Ende des dritten Lebensjahrs suchen sich etwa 250 Bakterienarten ihren Platz im Ökosystem Mundhöhle. Dabei ist die kariesverursachende (säureproduzierende) Bakterienart fast immer vertreten, da sie meist vom Mund der Mutter in den Mund des Neugeborenen übertragen wird. Wird diese Übertragung verhindert oder stark eingeschränkt, kann die Neigung zu Karies bei den Zähnen des Kinds vermindert werden. Wege der Übertragung von Mutter zu Kind sind hierbei meist Küsse oder das Ablecken des Löffels beim Füttern. Möchte die Mutter hierauf nicht verzichten, so kann der Zahnarzt die individuelle Gefährdung ermitteln und ggf. Vorschläge zur Behandlung machen.
Milchzähne
Die Milchzähne, die schon bei der Geburt des Kinds fast fertig sind, brechen etwa ab dem vierten Lebensmonat in die Mundhöhle durch. Begleiterscheinungen dieses Prozesses können sein:
- Fieber
- Erbrechen
- Durchfall
- allgemeine Unruhe
Verfrühter Zahndurchbruch ist dabei im Regelfall genauso unbedenklich wie verspäteter.
Daumenlutschen und Flaschennuckeln
Man sollte schon früh damit beginnen, die Kinder eher an das "Schnullern" zu gewöhnen, als sie am Daumen lutschen zu lassen. Daumenlutschen kann auch noch nach dem dritten Lebensjahr zu schwerwiegenden Fehlbildungen führen, die nur in sehr aufwändigen und langwierigen Behandlungen wieder zu beheben sind. Außerdem können sie sowohl die Aussprache des Kinds, sowie richtiges Abbeißen und Kauen erheblich erschweren. Das Kind sollte also eher an einen guten Schnuller gewöhnt werden, anstatt am Daumen zu lutschen.
Auch das immer noch verbreitete Dauernuckeln von Kindern an Fläschchen, die mit gesüßten Tees (häufig Instant-Tees) gefüllt sind, sollte in diesem Zusammenhang erwähnt werden. Hierbei werden die Zähne dauerhaft von konzentriertem "Zuckerwasser" umspült, was schon im Kleinkindalter zu erheblichen Zahnschäden führen kann. Daher sollte man ausschließlich zuckerfreie Tees bzw. Getränke verwenden und alle Instant-Getränke immer auf deren Zuckergehalt überprüfen. Auch sollten Kleinkinder nicht permanent an Fläschchen mit Wasser nuckeln, da dies den Speichel verdünnt und ebenfalls die Zähne gefährdet.
Zahnwechsel
Der Zahnwechsel, bei dem die Milchzähne von den so genannten "bleibenden Zähnen" abgelöst werden, findet um das sechste Lebensjahr statt. Etwa drei Jahre später ist auch der Zahnschmelz der durchgebrochenen Zähne voll ausgereift und widerstandsfähig.
Quelle: www.onmeda.de
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