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Zahnpflege und Vorbeugung

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Schwangerschaft und Zähne

Komplikationen

Schwangerschaft und ZähneKomplikationen treten im Sinn von schwangerschaftsspezifischen Mundschleimhaut-Erkrankungen eigentlich nicht auf. Nur der Besuch beim Zahnarzt gestaltet sich etwas komplizierter. Potenzielle Gefahren durch Röntgenstrahlen, Medikamente, Schmerzen und Stress ergeben sich leider häufig bei zahnärztlichen Behandlungen. Diese sollten gezielt vermieden beziehungsweise minimiert werden. Vorbeugende Maßnahmen können in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten durchgeführt werden, aber sonstige Routinebehandlungen sollten erst ab dem vierten Monat wieder einsetzen. Ausgedehnte restaurative Maßnahmen, größere chirurgische Eingriffe und das Entfernen von Amalgam, sind nach Möglichkeit auf einen Zeitpunkt nach der Geburt zu verschieben. Dennoch sind natürlich Schmerzbehandlungen im Notfall jederzeit durchführbar. Es ist zum Beispiel sinnvoller, einen Zahn zu betäuben, als die Betroffene durch ihre Angst und ihre Schmerzen einer nicht einschätzbaren Stresssituation auszusetzen. Betäubende Medikamente sind, genauso wie Schmerzmittel und bestimmte Antibiotika, während der Schwangerschaft bis zu einem gewissen Grad unbedenklich einsetzbar. Auch eine kleine Zahn-Röntgenaufnahme ist mit Benutzung einer vor Strahlen schützenden Bleischürze bei absoluter Notwendigkeit tolerabel. Die Streustrahlung auf das Ungeborene im Körper der Frau ist vernachlässigbar gering.

Vorbeugung von Zahnproblemen in der Schwangerschaft

Aufgrund der hormonellen Veränderungen ist es einer Schwangeren kaum möglich, die Schleimhautveräderungen zu vermeiden. Jedoch zeigen klinische Erfahrungen, dass Frauen mit stets einwandfrei gepflegten Zähnen wesentlich weniger beziehungsweise beinahe überhaupt nicht mit Zahnproblemen in der Schwangerschaft belastet sind. Folglich sind eine Sanierung des Gebisses vor Beginn der Schwangerschaft und das Wissen sowie Einhalten einer korrekten Zahnpflege ratsam. Und nicht nur für die eigene Eingrenzung der Bakterien im Mundraum wird auf diese Weise gesorgt, sondern auch für die des Neugeborenen. Denn durch Küssen können Bakterien der Mutter in seinen Mund übertragen werden.

Prognose von Zahnproblemen in der Schwangerschaft

Auch wenn alte Weisheiten den Verlust eines Zahns bei einer Schwangerschaft voraussagen, so muss dies nicht eintreten. Fest steht, dass durch die hormonelle Umstellung versteckte Herde aufflammen können und somit ein erhöhtes Risiko für Karies, Zahnfleischprobleme und sogar den Verlust des Zahns besteht. Ein gepflegtes Gebiss hingegen läuft nicht plötzlich Gefahr, sich zum absoluten Problemfeld zu entwickeln. Auch eine Schwangerschaftsgingivitis zieht nicht automatisch eine Parodontitis mit bleibenden Schäden nach sich. Ebenso wenig werden die Zähne der Schwangeren durch Entzug von Kalzium geschwächt. Dieses wird gegebenenfalls aus dem Knochen abgebaut und dem Fötus zugeführt. Alles in allem steht, wenn das grundsätzliche Bewusstsein für zahngesundes Verhalten vorhanden ist, einer reibungslosen Schwangerschaft aus zahnmedizinischer Sicht nichts im Weg.

Anmerkung zur Stillzeit

Eine stillende Mutter sollte vorbeugend zurückhaltend Medikamente einnehmen, wenngleich die meisten in der Zahnmedizin eingesetzten Substanzen nicht in die Muttermilch übertreten.

Das Herausbohren von Amalgam sollte erst nach dem Abstillen vorgenommen werden.

Quelle: www.onmeda.de

 

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