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Zahnprophylaxe

Zahnprophylaxe

Sorgfältige Pflege kann Zähne bis ins hohe Alter gesund und schön erhalten. Ist ein Zahn einmal geschädigt, kann er zwar repariert oder durch künstliche Materialien ersetzt werden, aber er wird nie mehr richtig gesund. Und Implantate können niemals ein gleichwertiger Ersatz für den eigenen natürlichen Zahn sein. Daher ist es wichtig, durch aktive Selbstvorsorge der Entstehung von Zahnschäden vorzubeugen, anstatt erst dann einzugreifen, wenn bereits Schäden entstanden sind.

Die beiden wichtigsten Arten der Zahnschädigung, denen es vorzubeugen gilt, sind Parodontose und Karies. Beide werden durch Bakterien verursacht, die sich natürlicherweise in der Mundhöhle des Menschen befinden. Einige der Bakterien produzieren Säure aus zuckerhaltigen Lebensmitteln, die als Speisereste an den Zähnen haften bleiben. Diese Säure wiederum löst Mineralien aus dem Zahnschmelz heraus. Je häufiger solche Säureattacken stattfinden und je länger sie dauern, desto schneller entsteht als Folge das gefürchtete "Loch im Zahn", die Karies.

Eine Zahnfleischentzündung (Parodontitis) entsteht durch Bakterienbeläge (Plaque) sowie deren Verkalkungsprodukt, den Zahnstein. Beide Faktoren reizen das umliegende Zahnfleisch zur Entzündung. Wenn sich diese ausbreitet, entstehen Beschwerden wie Zahnfleischbluten, Zahnfleischlockerung und Lockerung der Zähne bis hin zum Zahnverlust.

Um Karies und Parodontitis zu vermeiden, müssen ihre Entstehungsursachen bekämpft werden. Prophylaxe ist das frühzeitige Einwirken auf Faktoren, welche die Entstehung und Ausbreitung dieser Krankheiten begünstigen.

Zahnprophylaxe steht auf vier "Säulen":

  1. Zahngesunde Ernährung
  2. Systemische Zahnpflege
  3. Fluoridierung
  4. Regelmäßige Zahnarztbesuche

Die wichtigsten Punkte der Zahnprophylaxe:

  • "Morgens, mittags, abends, nach jedem Essen, Zähneputzen nicht vergessen": Zumindest nach den Hauptmahlzeiten die Zähne drei Minuten lang putzen.
  • Eine Zahnbürste mit abgerundeten Kunststoffbürsten und kurzem Kopf verwenden.
  • Alle zwei bis drei Monate die Zahnbürste wechseln.
  • Die Zahnpasta sollte fluoridhaltig sein und keine allzu großen Schleifkörper (z.B. in "weißmachender" Zahnpasta) beinhalten.
  • Zahnseide und Mundspülungen machen eine Zahnreinigung erst vollständig.
  • "Kauen die Zähne kräftig im Mund, halten sie länger und bleiben gesund"; kauaktive Nahrung wie Rohkost und Vollkornbrot hält die Zähne fit.
  • Zuckerhaltige Zwischenmahlzeiten fördern die Kariesentstehung. Achtung: Auch Produkte wie Joghurt oder Müsli können viel Zucker enthalten, genauso wie gesüßte Getränke.
  • Zuckerfreier Kaugummi kann bei 20-minütigem intensiven Kauen den Zahnschmelz entlasten, gerade nach dem Naschen.
  • "Soll es den Zähnen gut ergehen, muss man zweimal im Jahr zum Zahnarzt gehen"

Quelle: www.onmeda.de

 

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