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Ablauf der Zahnextraktion
Es ist nun egal, um welchen zu ziehenden Zahn es sich handelt, der Ablauf einer Zahnextraktion verläuft fast immer gleich. Zuallererst wird erfragt und festgestellt, ob der Betroffene an einer Immunschwäche leidet oder eventuell gar ein Bluter ist. Dies würde den Eingriff zwar erschweren, aber dennoch weiß ein erfahrener Zahnarzt, wie er in solchen Fällen vorgehen muss. Immunschwache Patienten bekommen vorab meist Antibiotika, damit es später nicht zu einer Infektion kommt.
Die betroffene Stelle um den Zahn, der gezogen werden muss, wird betäubt. Je nach Art und Umfang des Eingriffs werden vielleicht auch zwei oder drei Spritzen gegeben. Wenn die Betäubung wirkt, lockert der Zahnarzt zuerst den Zahn, bevor er ihn mit einer Zange schließlich zieht. Dies ist oftmals eine blutige Angelegenheit, verläuft aber aufgrund der anhaltenden Betäubung völlig schmerzfrei.
Die Stelle, an dem der Zahn gezogen wurde, wird daraufhin gesäubert und ein kleines Watteschwämmchen eingesetzt, welches die Blutung weitgehend stillt. Zu guter Letzt wird die Mundschleimhaut vernäht. In den meisten Fällen werden die Fäden bereits nach einer Woche wieder entfernt. Müssen mehrere Zähne entfernt werden, zieht der Zahnarzt mehrere Sitzungen vor, um den Betroffenen nicht allzu großen Schmerzen und Beeinträchtigungen bei der Nahrungsaufnahme auszusetzen.
Mögliche Komplikationen bei und nach der Zahnextraktion
Auch eine Zahnextraktion ist ein Eingriff, der nicht immer komplikationslos ablaufen muss. Zähne sind oftmals stark mit dem Knochen verwachsen, was ein schnelles Ziehen unmöglich macht. Leider ist dies meist kaum sichtbar und selbst der erfahrene Zahnarzt stellt dies erst während der Behandlung fest. Ist dies der Fall, muss der zu ziehende Zahn regelrecht herausgebohrt werden, was aufwendiger und für viele auch schmerzhafter ist.
Es kommt in wenigen Fällen vor, dass bei einer Zahnextraktion der Nerv unter dem Zahn getroffen wird. Meistens hat dies keine Spätfolgen, aber es kann durchaus zu Geschmacks- und Empfindungsstörungen in diesem Bereich kommen. Auch eine Infektion sowie eine Beschädigung des Nachbarzahns können nicht ausgeschlossen werden.
Nach einer Zahnextraktion haben viele Menschen Probleme mit der Nahrungsaufnahme. Vor allem die Aufnahme von Milchprodukten bereiten größere Schmerzen, da diese eine Schicht auf den Zähnen hinterlassen und so die Heilung beeinträchtigen.
Die Heilung nach einer Zahnextraktion verläuft individuell unterschiedlich. Der behandelnde Zahnarzt wird seinen Patienten Ratschläge und entsprechende schmerzlindernde Medikamente geben, damit die Heilung möglichst schnell und problemlos verläuft. Auf jeden Fall muss auf Alkohol und Nikotin in den ersten Tagen nach dem Eingriff verzichtet werden. Es werden sicherlich Schwellungen auftreten, die aber schnell abklingen, wenn man sie ordentlich kühlt. Treten keine schlimmeren Komplikationen ein und hält sich der Betroffene an die Ratschläge des Arztes, so tritt eine völlige Heilung bereits nach 14 Tagen ein.
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