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Zahnbehandlung

Überblick:

Zahnentfernung

Vorgehen bei der Zahnentfernung

Vor dem Eingriff müssen bei bestimmten Risikopatienten (z.B. bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder Herzleiden) Antibiotika eingenommen werden, um Infektionen zu vermeiden. Wenn der Verdacht auf eine Störung der Blutgerinnung besteht, so erfolgen eine Blutentnahme und gegebenenfalls. eine Behandlung der Blutungsneigung.

Zu übermäßigen Schmerzen bei der Zahnextraktion kommt es nicht, denn der Zahn wird vor dem Eingriff ausgiebig betäubt. Nur bei den ersten kindlichen Zähnen, die aufgrund ihrer Bauweise nicht besonders schmerzempfindlich sind, kann manchmal auf eine Spritze verzichtet werden. Die Verkehrstauglichkeit ist durch die lokale Betäubung nicht eingeschränkt, sofern keine zusätzlichen Beruhigungsmittel oder Schmerzmittel eingenommen werden.

Mit speziellen Instrumenten lockert der Zahnarzt den Zahn, bevor er ihn mithilfe einer Zange oder eines Hebels aus seinem Knochenfach entfernt. Danach wird der Knochen sorgfältig gereinigt und ein Schwämmchen in das Knochenfach eingesetzt. Schließlich wird die Mundschleimhaut über der Wundstelle vernäht. Die Wundnähte entfernt der Zahnarzt nach einsetzender Heilung, meist sieben Tage später.

Mögliche Komplikationen

Bei älteren Menschen oder wenn Zähne nach einem Unfall wieder eingesetzt wurden (Replantation), ist es möglich, dass der Zahn nicht mehr durch seinen Zahnhalteapparat festgehalten wird, sondern direkt mit dem Knochen verwachsen ist (Ankylose). In diesem Fall kann der Zahn nicht mehr einfach gezogen, sondern muss aufwändig heraus gebohrt werden.

Anhaltende Blutungen können Probleme verursachen. Eingebrachte Schwämme, dichte Nähte und die Verwendung eines Aufbisstupfers, der Druck auf die Wundstelle ausübt, können jedoch auch stärkere Blutungen stillen.

Sollte sich die Wunde infizieren, so muss sie erneut gesäubert und ein mit Antibiotika getränkter Stoffstreifen in die Wunde eingebracht werden. Dadurch kann sich der Heilungsverlauf verzögern. Auch die Entwicklung von Zysten nach dem Eingriff ist möglich sowie der Bruch des Kiefers, das Einbrechen in die Kieferhöhle und Beschädigungen des Nachbarzahns. Unmittelbar nach dem Eingriff kann es zu Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme kommen.

Bei der Extraktion von Weisheitszähnen kann es – sehr selten – vorkommen, dass Nerven verletzt werden (Nervus mandibularis oder Nervus lingularis). Langwierige Empfindungs- und Geschmacksstörungen können die Folge sein. Durch optimale Operationsplanung anhand von Röntgenbildern und falls nötig durch die enge Zusammenarbeit mit einem Kieferchirurgen können solche Komplikationen vermieden werden.

Quelle: www.onmeda.de

 

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