Zähneputzen - Die richtige Zahnpflege

Trotz aller medizinischen Fortschritte - auch bei der Zahnbehandlung - ist der Gang zum Zahnarzt nie angenehm und meistens noch dazu mit Kosten verbunden. Deshalb ist es umso wichtiger, im Sinne gesunder und schöner Zähne auf die richtige und kontinuierliche Zahnpflege zu achten.

Beginn der Zahnpflege schon bei den ersten Zähnen

Schon beim Erscheinen den ersten Zähnchen sollte mit der Zahnpflege begonnen und der Nachwuchs früh daran gewöhnt werden. Noch ganz junge Zähne können mit einem Wattestäbchen oder mit einem feinen Tuch gereinigt werden. Später, wenn mehr Zähne gewachsen sind, kann eine weiche Zahnbürste benutzt werden.

Die ersten Zähne sind die Milchzähne, die nach ein paar Jahren wieder ausfallen. Dennoch sollten sie gründlich gepflegt werden. Sie formen den Raum aus, in den später die bleibenden Zähne hineinwachsen. Die nachfolgenden Zähne können möglicherweise in eine falsche Richtung wachsen, falls die Milchzähne zu früh ausfallen. In späteren Jahren müsste die Stellung dieser "schief" gewachsenen Zähne dann oftmals durch den Zahnarzt oder mittels Zahnspangen korrigiert werden. Unzureichend gepflegte Milchzähne können zudem an Karies erkranken. Ein Übergreifen der Karieserkrankung auf einen nachwachsenden Zahn kann dessen Wachstum beeinträchtigen.

Auswahl der passenden Zahnbürste zum Zähneputzen

Die Wahl des "Werkzeugs", der Zahnbürste, ist für eine gute Zahnpflege von großer Bedeutung. Je nach Empfindlichkeit des Zahnfleisches ist die Nutzung einer weichen oder mittelweichen Zahnbürste sinnvoll. Allzu harte Zahnbürsten können nicht nur die Schutzschicht des Zahnes, den Zahnschmelz, beschädigen, sondern auch das Zahnfleisch. Häufig beschädigtes Zahnfleisch bildet sich zurück und legt die Zähne frei, was sie angreifbarer für Bakterien und somit für Karies macht.

Nach Angaben von Zahnmedizinern ist eine Zahnbürste mit einem 25 bis 30 mm langen, abgerundeten Bürstenkopf und kurzen Borsten aus Kunststoff am besten zur Reinigung der Zähne geeignet. Auch die Borsten selbst sollten abgerundet sein und in einzelnen engen Büscheln angeordnet sein, um eine optimale Reinigungswirkung zu gewährleisten. Kunststoffborsten haben gegenüber Borsten aus Naturhaar den Vorteil, dass sie resistenter gegen die Aufnahme von Bakterien sind.

Regelmäßiger Austausch der Zahnbürste

Nach zweimonatiger Nutzung empfiehlt es sich, die Zahnbürste auszutauschen, da die zunehmend spröden Borsten Bakterien aufnehmen können. Eine zu ausgefranste Zahnbürste reinigt nicht mehr gut und verletzt das Zahnfleisch. Auch bei elektrischen Zahnbürsten sollte ihr Bürstenkopf spätestens alle zwei Monate ersetzt werden.

Zahnpasta mit Fluorid für die Zahngesundheit

Eine gute Zahnpasta - als "Putzmittel" richtig eingesetzt - hilft, die Zähne gegen Karies und Zahnstein zu schützen. Beim Kauf der Zahnpasta ist in erster Linie darauf zu achten, dass sie Fluorid enthält, das den Zahnschmelz stärkt. Zahnpasten, die Amin- und Zinnfluorid enthalten, wirken auf den Zähnen wie ein Schutzfilm, vor allem dann, wenn sie nach Beendigung der Reinigung nur ausgespuckt, nicht aber mit Wasser ausgespült werden.

Vom dauerhaften Gebrauch von Zahnpasten, die weiße Zähne versprechen, ist abzuraten. Solche Zahnpasten enthalten oftmals grobe Partikel, die zwar dunkle Flecken und Belege beseitigen, aber auch den Zahnschmelz abscheuern können.

Richtige Technik beim Zähneputzen

Die richtige Zahnbürste und eine gute Zahnpasta sind wichtig für die Zahnpflege, viel entscheidender ist allerdings die richtige Technik beim Zähneputzen. Zahnstein entsteht häufig an den Innenflächen der unteren Schneidezähne und an den Außenflächen der oberen Backenzähne. Hier liegen die Ausgänge großer Speicheldrüsen und die im Speichel enthaltenen Mineralien lagern sich an diesen Stellen vermehrt ab. Diese Stellen sind, neben den schwer zugänglichen Eckzähnen, sehr anfällig und bedürfen einer besonders umsichtigen Reinigung.

Die empfohlene Zahnputzmethode nach Bass sieht das Reinigen in drei Etappen vor, zunächst die Außenflächen, dann die Innenflächen und schließlich die Kauflächen der Zähne. Begonnen wird mit den oberen Schneidezähnen. Die Zahnbürste wird in einem Winkel von 45 Grad am Übergang zum Zahnfleisch angesetzt und in diesem Winkel mit Kreiselbewegungen in Richtung der Backenzähne bewegt. Rechtshänder bewegen die Zahnbürste üblicherweise zunächst nach links, Linkshänder zunächst nach rechts. Nach Abschluss der Backenzähne der einen Seite wird die Zahnbürste gewendet und wieder über die Schneidezähne zu den anderen Backenzähnen geführt.

Danach sind die Zahninnenflächen ebenfalls sehr sorgfältig zu reinigen, insbesondere die Innenflächen der Schneidezähne, die in Laufrichtung vom Zahnansatz zur Zahnkrone geputzt werden sollten. Beim Reinigen der Kauflächen ist die Zahnbürste senkrecht aufzusetzen und dann mit leichtem Druck zu bewegen. Das gleiche Verfahren ist im Folgenden bei den Zähnen des Unterkiefers anzuwenden. Insgesamt sollte der Putzvorgang nicht weniger als drei Minuten dauern, da nur so eine intensive Wirkung der Reinigungs- und Schutzstoffe der Zahnpasta gewährleistet ist.

Hilfsmittel bei der Mund- und Zahnpflege

Die Zahnpflege mit der Zahnbürste kann durch allerlei weitere Hilfsmittel ergänzt werden. Ein sehr sinnvolles Instrument zur Säuberung der Zahnzwischenräume ist Zahnseide. Durch eine regelmäßige Anwendung lassen sich mit ihr Ablagerungen zwischen den Zähnen gut beseitigen, bevor sie sich festsetzen und vom Zahnarzt entfernt werden müssen. Zunächst sollte zum Erlernen der Reinigungstechnik mit gewachster Zahnseide begonnen werden, um baldmöglichst auf ungewachste Zahnseide umzusteigen. Für die Reinigung etwas weiterer Zahnzwischenräume oder auch für den Bereich unter Zahnbrücken eignen sich dagegen eher so genannte Interdentalbürsten.

 
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