Zähneknirschen, Bruxismus

Etwa ein Viertel aller Menschen knirschen in der Nacht mit den Zähnen. Das Zähneknirschen, auch Zähnepressen oder Bruxismus genannt, geschieht größtenteils in der Nacht, in ganz seltenen Fällen knirschen Betroffene auch während des Tages mit den Zähnen. Zähneknirschen bedeutet, dass man ohne Nahrung zerkleinern zu müssen, Kaubewegungen vollzieht, die Zähne aufeinander reibt oder schiebt. Während dieser Vorgänge entsteht dann das Knirschen. Die Kraft, die für das Zähneknirschen aufgebracht wird, ist wesentlich höher als die Kraft, die man benötigt, um seine Nahrung zu zerkleinern. Betroffen vom nächtlichen Zähneknirschen sind überwiegend Frauen im Alter zwischen 30 und 45 Jahren.

Ursachen für das Zähneknirschen

Das Zähneknirschen hat verschiedene Ursachen. In den meisten Fällen jedoch kommt das Zähneknirschen durch innere Anspannung, Stress oder wenn schwere Aufgaben anstehen, die zu bewältigen sind. In der Nacht wird dieser Stress durch das Zähneknirschen abgebaut; auch gilt Bruxismus oder das Zähneknirschen als Schlafstörung. An dritter Stelle für Schlafstörungen gilt das Zähneknirschen. Doch nicht nur psychische Ursachen verursachen das Zähneknirschen, sondern durchaus auch mechanische Probleme wie ein schlecht eingesetzter Zahnersatz, Zahnfüllungen, ganze Prothesen oder Brücken und Kronen. Unbewusst wird dann in der Nacht versucht, diese Probleme durch Kau- oder Schiebebewegungen zu beseitigen.

Seltener dagegen sind Muskelverspannungen im Schulter- oder Nackenbereich der Grund für das Zähneknirschen. Bei diesen Verspannungen kommt es zu einer Schiefhaltung, die das Knirschen der Zähne auslösen kann. Auch bei Menschen, die an der Krankheit "Multiple Sklerose" leiden, wird in einigen Fällen das Zähneknirschen festgestellt.

Der Betroffene selbst nimmt diese nächtliche Tätigkeit seiner Zähne und die dazugehörenden Geräusche nicht wahr. Erst nach einiger Zeit merkt der Betroffene, dass die Zähne sich lockern und auch Abschürfungen an den Zähnen zu sehen sind. Bei Zähnen, die mit einer Krone überzogen wurden, ist die Zahnsubstanz sehr dünn, hier kann das Zähneknirschen ein Auseinanderbrechen der Zähne verursachen. Besonders schlimm kann es gesunde Zähne treffen, bei ihnen kann durch das Aufeinanderreiben der Zähne sogar die Längsachse brechen.

Weitere Auswirkungen des Zähneknirschens können sein: Kopfschmerzen, leichte bis starke Schmerzen im Kiefergelenk oder dem Kieferknochen. Des Weiteren können sich durch das Zähnepressen die Kiefergelenke so verändern, das ein optimales Zueinanderstehen der Kieferflächen nicht mehr gegeben ist. Dadurch wiederum können "Knackgeräusche" im Kiefergelenk entstehen.

Behandlung des Zähneknirschens

Eine rechtzeitige Behandlung würde etwaige Folgeschäden erst gar nicht entstehen lassen. Doch dadurch, dass der Betroffene sein Zähneknirschen in der Nacht nicht mitbekommt und auch der Lebenspartner meist erst nach einiger Zeit das Zähneknirschen bemerkt, erfolgt der Gang zum Zahnarzt erst recht spät. Der Zahnarzt erkennt oft im ersten Gespräch, dass es sich um seinen Patienten um einen "Knirscher" handelt. Während der eigentlichen Untersuchung überprüft der Zahnarzt den richtigen Biss und Sitz der Zähne. Stellt er Unregelmäßigkeiten fest, wird der Zahnarzt eventuell die Zähne durch Abschleifen der Oberfläche wieder in den richtigen Biss bringen.

Hilfe durch Aufbissschiene

Ganz allgemein lässt sich sagen, dass das Bleichen der Zähne, sofern es von einem erfahrenen und guten Zahnarzt, der sich mit diversen Bleaching-Methoden auskennt, durchgeführt wird, als unschädlich und risikofrei gelten kann. Wer sich für ein Bleaching seiner Zähne interessiert, sollte sich deshalb am Anfang immer ausführlich von einem guten Zahnarzt beraten lassen.

Damit das Zähneknirschen während der Nacht eingestellt werden kann, wird er den Betroffenen mit einer Aufbissschiene behandeln. Durch diese Aufbissschiene kann das Aufeinanderreiben der Zähne nicht mehr erfolgen. Die Zahnreihen werden durch die Aufbissschiene fixiert, so dass der Abstand zwischen den Zahnreihen vergrößert wird und der Biss etwas gesperrt wird. So entsteht eine Muskeldehnung und der Muskel kann während der Nacht entspannen. Bei einigen Patienten kann durch diese Muskeldehnung der Stress und die Verspannung nach kurzer Zeit abgebaut werden, so dass auch das Knirschen der Zähne nicht mehr vorhanden ist. Einige Menschen jedoch können nur entspannt schlafen, wenn die Aufbissschiene das Knirschen verhindert.

Physiotherapeutische Behandlung

Die Behandlung durch die Aufbissschiene verhindert zwar das Knirschen der Zähne und die dadurch entstehenden Folgen, jedoch wird die eigentliche Ursache, sofern Stress und Anspannung die in manchen Fällen für das Zähneknirschen verantwortlich ist, nicht beseitigt. Eine physiotherapeutische Behandlung ist in einigen Fällen ergänzend zu einer Aufbissschiene zu empfehlen. In dieser Therapie können starke Verkrampfungen gelöst werden, und ein Schlafen ohne Zähneknirschen wird wieder möglich. Auch Entspannungsübungen wie Yoga und Autogenes Training können für die nötige Entspannung sorgen.

 
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