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Beim Zahnarzt
Eine Behandlung beim Zahnarzt ist heute nicht mehr so aufregend wie noch vor einigen Jahren - vor allem ist sie weit weniger schmerzhaft. Dafür verantwortlich sind allem voran eine verbesserte Technik, aber auch mehr Erfahrung im Umgang mit ängstlichen kleinen und großen Patienten. Wer den Zahnarzt seines Vertrauens gefunden hat, kann sich getrost in seine Hände begeben. Hier erfahren Sie, was im Zusammenhang mit Zahnbehandlung heute alles möglich ist: Vom Anti-Angst-Training über Vorsorgeuntersuchungen, Erste Hilfe bei Zahnschmerzen, Zahnersatz und kleine Regulierungen, bis zu allem, was Sie nach einer Behandlung beachten müssen.
Keine Angst vor dem Zahnarzt
Die Angst vor dem Zahnarzt ist weit verbreitet; sie kann fatale Folgen haben. Wenn Sie nämlich Ihren Zahnarztbesuch so lange aufschieben, bis Sie ernsthafte Beschwerden haben, beispielsweise starkes Zahnfleischbluten oder andauernde Zahnschmerzen, kann der Schaden schon so groß sein, daß er auf einfache Weise nicht mehr zu reparieren ist.
Damit Sie und Ihr Kind den Weg über die Schwelle zur Zahnarztpraxis auch wirklich regelmäßig schaffen, habe ich eine Reihe von Tips für Sie zusammengestellt, mit deren Hilfe Sie Ihre Ängste bestimmt in den Griff bekommen.
Grundvoraussetzung für den Angstabbau ist, daß Sie einen Zahnarzt finden, dem Sie vollkommen vertrauen.
Wie finden Sie „Ihren“ Zahnarzt?
Es ist sehr schwierig, für die Zahnarztwahl eine Art „Kriterien-Katalog“ aufzustellen, weil es sich dabei in erster Linie um eine Frage des persönlichen Vertrauens handelt. Für einen Laien ist es ausgesprochen schwierig, wenn nicht gar unmöglich, die Arbeit eines Zahnarztes und seine fachliche Kompetenz zu beurteilen. Wichtig ist, daß die Atmosphäre in einer Praxis positiv auf Sie wirkt; ein freundlicher Umgangston und Diskretion sollten selbstverständlich sein: Sie müssen sich wohl fühlen. In einer gut organisierten Praxis läßt man Sie nicht lange warten. Natürlich kann es manchmal zu unvorhersehbaren Verzögerungen kommen. In einem solchen Fall sollten Sie frühzeitig informiert werden und die Möglichkeit haben, entweder eine längere Wartezeit in Kauf zu nehmen oder sich einen neuen Termin geben zu lassen. Ihr Zahnarzt sollte auf Ihre Fragen und Probleme eingehen und bemüht sein, auf Ihre Fragen verständlich zu antworten. Wichtig ist auch, daß Ihr Zahnarzt Sie ausführlich über Art, Umfang und Kosten einer Behandlung sowie über mögliche Nebenwirkungen aufklärt. Die Behandlung sollte sorgfältig ausgeführt werden, auch wenn dies in manchen Fällen sicher zeitraubend ist. Es kann immer vorkommen, daß nach einer Behandlung Beschwerden auftreten. Dies muß nicht auf einen Behandlungsfehler hindeuten. Geht Ihr Zahnarzt allerdings auf diese Beschwerden nicht ein, sollten Sie sich anderweitig beraten lassen.
Angst vor AIDS?
Die Wahrscheinlichkeit, daß Sie sich beim Zahnarzt mit Aids-Viren infizieren, ist extrem gering. Sie sollten, auch wegen der Gefahr durch andere Infektionen, bei der Wahl Ihres Zahnarztes darauf achten, daß in seiner Praxis auf Hygiene größter Wert gelegt wird.
Kindern die Angst nehmen
Wichtig ist, daß ein Kind möglichst selbstverständlich an eine Behandlung herangeführt wird. Dazu können Sie viel beitragen:
► Drohen Sie niemals mit dem Zahnarzt, um Ihr Kind beispielsweise zum Zähneputzen zu bewegen.
- Reden Sie nicht über schlechte Erfahrungen, die Sie vielleicht im Zusammenhang mit Zahnbehandlungen gemacht haben, auch nicht über aufregende Situationen, in die Sie einmal geraten sind. Solche Erzählungen ängstigen Ihr Kind.
- Wenn Sie sehr ängstlich sind und dies nur schlecht verbergen können, schicken Sie Ihr Kind besser mit einer anderen Bezugsperson zum Zahnarzt.
- Nehmen Sie Ihr Kind, wenn es drei oder vier Jahre alt ist, zu Ihrem Zahnarzttermin mit. Sprechen Sie den Besuch vorher mit dem Arzt ab, damit er keine Behandlung einplant. Die erste Begegnung Ihres Kindes mit dem Zahnarzt sollte möglichst angstfrei und kurzweilig sein.
Bitten Sie ihn deshalb, alles zu vermeiden, was Ihr Kind erschrecken könnte, beispielsweise grelles Licht oder laute Geräusche. Ideal wäre es, wenn er sich für Ihren Sprößling ein bißchen Zeit nimmt, ihm die Instrumente zeigt und erklärt, was er damit macht. Nehmen Sie Ihr Kind so oft mit, bis es eine Untersuchung selbstverständlich zuläßt. Auf Kinder eingerichtete Praxen verfügen meist über eine Spielecke, die mögliche Wartezeiten auf angenehme Weise überbrücken hilft. Gibt es keine Spielecke, nehmen Sie Spielzeug oder Bücher mit. Die Behandlung bei Ihrem Kind sollte so kurz wie möglich gehalten werden. Vereinbaren Sie besser mehrere kurze Sitzungen, auch wenn dies für Sie einen größeren Aufwand bedeutet. Kinder finden Zahnarzttermine nämlich nicht nur "unheimlich", sondern häufig auch langweilig. Sie haben ein anderes Zeitgefühl als Erwachsene und werden ungeduldig, wenn sie zu lange stillsitzen müssen. Wenn Ihr Kind sich trotz aller Bemühungen nicht untersuchen oder behandeln lassen will, kann der Zahnarzt ihm ein leichtes Beruhigungsmittel verschreiben, das Ihr Kind vor der Behandlung einnehmen muß.
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