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Rund um den Zahn

Überblick: Der Aufbau eines Zahns | Zahlencode der Zähne | Zahnentwicklung

„Sich irgendwo durchbeißen“, „jemandem die Zahne zeigen“, „jemandem einen Zahn ziehen“ oder  „einem geschenkten Gaul nicht ins Maul sehen“ sind nur einige Beispiele für Redewendungen, die bereits Hinweise auf die Bedeutung unserer Zähne geben.

Zähne sind nämlich mehr als nur Beiß- und Kauwerkzeuge. Sie helfen dem Menschen bei der Lautbildung, besonders des S-Lautes, und haben außerdem verschiedene soziale Funktionen.

Tiere benutzen ihre Zähne als Waffen und Reißwerkzeuge. Sie zeigen ihre Zähne besonders in Revier- und Rangkämpfen. Zähne stehen symbolisch für unsere Willens- und Entscheidungskraft.

Sie gelten als persönliches Aushängeschild oder auch als Markenzeichen eines Menschen. Schöne Zähne sind ein Zeichen für gepflegtes Äußeres und Gesundheit. Ein makelloses Gebiss gehört längst zum gängigen Schönheitsideal.

Der Zahnaufbau

Zähne sind Hartgebilde in der Mundhöhle, die als modifizierte Teile des Hautskeletts in ihrer Gesamtheit das Gebiss bilden. Sie sind aus den einfachen Hautzähnen vorzeitlicher Fische entstanden. Im Verlauf der Evolution verschmolzen die Schuppenzähne zu Hartgebilden mit basaler Knochenmasse, Dentinkrone und innerer Pulpahöhle.

Der Aufbau eines Zahns

Jeder Zahn besteht aus einer Zahnkrone, einer Zahnwurzel und einem Zahnhals. Bei naherem Hinsehen entpuppt sich jedoch ein raffinierter Aufbau, der perfekt mit der Aufgabe jedes einzelnen Zahnes abgestimmt ist. Das, was man im gesunden Gebiss äußerlich vom Zahn sieht, ist nur der Zahnschmelz, der schützt das Zahninnere, da er sehr hart ist. Er bedeckt wie eine Glasur das innen liegende Dentin (Zahnbein). Im Inneren des Dentins liegt wie in einer Höhle die Zahnpulpa aus Blutgefäße und Nervenfasern, die den Zahn ernähren und bei Vernachlässigung des Zahns weh zu tun anfangen. Das Dentin wiederum umschließt das Zahnmark.

Die Zähne sind unterschiedlich gestaltet (abhängig von ihrer Funktion). Mit der Schneidekante der Frontzähne wird die Nahrung abgebissen, die dann auf den Kauflächen der Backenzähne zermahlen wird. Die Backenzähne haben auf der Oberfläche ein ausgeprägtes Höcker-Furchen-Relief. Eckzähne hingegen weisen eine Spitze auf und sind ein Überbleibsel aus vergangenen Jahrhunderten, in denen die Nahrung noch zerrissen werden musste. Die Eckzähne verfügen, verglichen mit den anderen Zähnen, über die längsten Zahnwurzeln. Die großen Backenzähne haben im Oberkiefer 3 und im Unterkiefer 2 Wurzeln.

 

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